Ausbildungsbeiträge im Bereich Jazz

Reglement für das Vorspielen / Vorsingen
Die Friedl Wald Stiftung in Basel entrichtet Ausbildungsbeiträge an förderungsbedürftige und förderungswürdige Studentinnen und Studenten im Bereich des Jazz (Grundlagen siehe "Die Stiftung und ihre Leistungen").

  1. Kandidatinnen und Kandidaten
    1. Die Kandidierenden haben das Schweizer Bürgerrecht oder sind seit mindestens 5 Jahren in der Schweiz wohnhaft (massgebend ist das Einreisedatum gemäss Ausländerausweis).
    2. Die Kandidierenden sind im Jahr der Audition nicht älter als 26 Jahre alt.
    3. Die Kandidierenden sind an einer mehrheitlich von der öffentlichen Hand subventionierten und anerkannten Jazzhochschule der Schweiz eingeschrieben und befinden sich zum Zeitpunkt der Audition zwischen dem 4. Semester BA und dem 2. Semester MA ihrer professionellen Ausbildung.
    4. Nach deren Nominierung durch ihr Ausbildungsinstitut und nach Aufforderung durch die Stiftung reichen die Kandidierenden zur Bewerbung den ausgefüllten Fragebogen mit Lebenslauf und Angaben zu Repertoire und Vorspiel-Programm ein.
    5. Als Einsendeschluss gelten die Angaben auf dem Formular "Kurzinformation zum Versand Ihrer Unterlagen". Zu spät eingereichte Dossiers werden nicht berücksichtigt.
  2. Vorspielen
    1. Das Vorspielen ist nicht öffentlich.
    2. Das Vorspiel-Programm umfasst drei Stücke, die sich in Stil, Tempo, Harmonik und Rhythmik klar unterscheiden. Improvisierte und komponierte Teile stehen in einem angemessenen Verhältnis zueinander.
    3. Das Programm kann allein oder mit musikalischer Begleitung (max. zwei weitere Personen) vorgetragen werden.
    4. Mindestens ein Stück muss solo vorgetragen werden.
    5. Mindestens ein Standard (in einem Arrangement mit nachvollziehbarem inhaltlichem und formalem Bezug zur Ursprungskomposition) muss vorgetragen werden.
    6. Die Vorspielzeit beträgt ca. 20 Minuten pro Bewerber/Bewerberin.
    7. Im Vortragssaal stehen Flügel, Schlagzeug, Verstärker, Mikrofone, Noten- und Mikrofonständer, Kabel sowie Lautsprecher zur Verfügung.
  3. Jury
    1. Die Jury setzt sich aus den Mitgliedern des Stiftungsrates und mehreren externen Fachleuten zusammen.
    2. Die Jury-Mitglieder sind mehrheitlich nicht als Lehrpersonen an einer schweizerischen Hochschule für Jazz tätig.
    3. Bei der Beurteilung der Kandidierenden treten jene Jury-Mitglieder in den Ausstand, bei denen der Anschein der Befangenheit entstehen könnte.
  4. Entscheide
    Die Entscheide, die endgültig und nicht anfechtbar sind, werden schriftlich mitgeteilt und nicht begründet.
  5. Reisespesen
    Die Stiftung trägt die Reisespesen (SBB 2. Klasse) der Kandidierenden sowie ihrer allfälligen Spielpartner oder Spielpartnerinnen. Der Spesenbetrag sowie Bank- oder Postscheckkonto für Spesen und allfällige Stipendien sind der Stiftung anlässlich des Vorspielens oder Vorsingens mit dem abgegebenen Spesenblatt bekannt zu geben.

    Basel, im Oktober 2014
[ DTP ]